Schaffung einer Blühwiese im Naherholungsgebiet

An den
Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg
Herrn Wolfgang Jungnitsch
Stadtverwaltung
Rathausplatz 4
52531 Übach-Palenberg

Übach-Palenberg, den 25.03.2019

Antrag nach § 4 der Geschäftsordnung für den Rat und die Ausschüsse;
Blühwiese im Naherholungsgebiet

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

die Fraktion der CDU im Rat der Stadt Übach-Palenberg stellt folgenden Antrag gem. § 4 der GeschO für den Rat:

Der Rat der Stadt Übach-Palenberg bzw. der zuständige Fachausschuss beschließt die Anlegung einer Blühwiese im Naherholungsgebiet.

Begründung:

Der BUND und die Naturschutzverbände warnen seit vielen Jahren vor dem Insektensterben in Deutschland. Die Sachlichkeit dieser Warnung wird durch das Bundesumweltministerium bestätigt. Ursachen für Insektensterben, Schmetterlingssterben und das damit verbundene Vogelsterben liegen nach Ansicht von BUND z. B. im Umbrechen von Wiesen. BUND führt auch an, dass im Laufe der Jahre oftmals aus bunten Blumenwiesen zunehmend monotones, artenarmes, gedüngtes Einheitsgrün wurde. Dies gilt gleichermaßen für landwirtschaftlich genutzte Flächen als auch für private Gärten, in denen oftmals überzüchtete Pflanzen stehen, die für die Insekten wenig bzw. gar keine Nutzen haben.

Vielerorts gibt es unterschiedlichste Bestrebungen, dem Insektensterben entgegen zu wirken. Die Stadt Übach-Palenberg sollte Vorbild für private Haushalte und insbesondere für Garten- bzw. Vorgartenbesitzer sein und im Naherholungsgebiet eine Ausdehnung des Lebensraums von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen, etc. durch die Anlegung einer Blühwiese stärken. Im letzten Jahr konnte im Ortsteil Scherpenseel auf Betreiben des örtlichen CDU-Ortsverbandes in Zusammenwirken mit einem Scherpenseeler Landwirt ein Kleefeld erstellt werden. So ist es u. E. sehr wünschenswert, dass auch im Naherholungsgebiet eine großflächige Blühwiese entsteht. Wie in Scherpenseel kann dies kostengünstig geschehen. Sofern der Technische Betrieb mit den vorhandenen Mitteln hierzu Unterstützung bedarf, wäre ggf. ein ortsansässiger Landwirt bereit, hier mit seinen Geräten unterstützend tätig zu werden. Laut NABU reichen für die Neuanlage einer Blumenwiese im Frühjahr fünf bis zehn Gramm Saatgut je Quadratmeter aus. Die Kosten für den Blumensamen dürften sich damit in Grenzen halten.

Freundliche Grüße

Gerd Gudduschat

Fraktionsvorsitzender

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